Rechnung für einen angeblichen Branchenbucheintrag, eine Online-Marketing-Dienstleistung, eine SEO-Dienstleistung o.ä. erhalten?

Sie haben eine Rechnung für einen Branchenbucheintrag, eine vermeintliche SEO-Optimierung oder eine andere Online-Marketing-Leistung erhalten und fragen sich, ob Sie diese tatsächlich bezahlen müssen? Mit dieser Situation sind Sie nicht allein. Seit vielen Jahren werden Unternehmen und Selbstständige mit Forderuungen konfrontiert, bei denen zumindest Zweifel bestehen, ob überhaupt ein wirksamer Vertrag geschlossen wurde.

Dies in immer neuen – aber auch „altbewährten“- Varianten. Ging es dabei lange vermehrt um Branchenbucheinträge, lauten die Schlagworte heute vermehrt Google-Unternehmensprofil-Optimierung, Local SEO, KI-Sichtbarkeit, GEO, Google Ads-Betreuung, Online-Marketing-Flatrate o.ä.

Ob eine Rechnung berechtigt ist, lässt sich nur anhand des konkreten Einzelfalls beurteilen. Eine frühzeitige rechtliche Prüfung kann helfen, unnötige Kosten und langwierige Auseinandersetzungen zu vermeiden.

 

Selbsttest: Sollte Ihre Rechnung rechtlich geprüft werden?

Beantworten Sie die folgenden Fragen für sich selbst. Je häufiger Sie mit „Ja“ antworten, desto eher empfiehlt sich eine rechtliche Prüfung.

  1. Erfolgte die Kontaktaufnahme ohne Ihre vorherige Anfrage?
  2. Fand der erste Kontakt telefonisch statt?
  3. Wurden Sie zu einer schnellen Entscheidung gedrängt?
  4. Oder wissen Sie schon überhaupt nicht mal etwas von einer „Entscheidung“ ihrerseits?
  5. War während des Gesprächs nicht eindeutig erkennbar, welche Leistung angeboten wurde?
  6. Wurde behauptet, es bestehe bereits ein Vertrag oder ein bestehender Eintrag?
  7. Erweckte der Anrufer den Eindruck, für ein Unternehmen wie Google oder einen anderen bekannten Anbieter tätig zu sein?
  8. Haben Sie erst mit Erhalt der Rechnung erfahren, dass ein kostenpflichtiger Vertrag bestehen soll?
  9. Ist für Sie bis heute unklar, welche konkrete Leistung überhaupt erbracht werden soll?
  10. Erscheint Ihnen die verlangte Vergütung unverhältnismäßig hoch?
  11. Liegt Ihnen kein eindeutiger schriftlicher Vertrag vor?
  12. Haben Sie bereits eine Mahnung oder Inkasso-Schreiben erhalten und halten diese für unberechtigt?
  13. Haben Sie insgesamt Zweifel, ob überhaupt ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist?

Treffen jedenfalls mehrere Punkte auf Ihren Fall zu, lässt sich sagen: Es gibt potenzielle rechtliche Angriffspunkte.

Schreiben Sie uns im Falle eines Wunsches auf eine anwaltliche Erstprüfung gerne unverbindlich:

über das unten stehende Kontaktformular

oder per E-Mail: mail@nova-recht.de

Übersenden Sie uns dabei ggf. gerne sogleich Rechnung, angeblichen Vertrag, Inkassoschreiben o. ä. mit.

Wann lohnt sich eine rechtliche Prüfung?

Nicht jede Rechnung ist automatisch berechtigt. Entscheidend ist u. a., ob überhaupt ein wirksamer Vertrag geschlossen wurde, welche Leistungen tatsächlich vereinbart wurden und ob der Vertragsinhalt ausreichend transparent war. Gerade bei telefonisch geschlossenen Verträgen oder überraschenden Forderungen lohnt sich eine sorgfältige rechtliche Prüfung.

Unsere Erfahrung

Wir kennen die typischen Vorgehensweisen, Denkmuster, vermeintlich raffinierten Strategien u. a. entsprechender Akteure in Sachen vermeintlicher Branchenbucheinträge, SEO-Verträge und vergleichbaren Online-Marketing-Dienstleistungen.

In manchen Fällen berufen sich diese Anbieter auch schon proaktiv auf einzelne aus deren Sicht vermeintlich positive Gerichtsentscheidungen oder behaupten eine angeblich eindeutige (ober-)gerichtliche Rechtsprechung. Wir wissen jedoch aus unserer Erfahrung mit entsprechenden Masseanbietern o. ä., dass solche angeblich gut gemeinten Hinweise häufig – wenn überhaupt – nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Rechtsprechung wiedergeben resp. Teil einer wohlausgewählten Form der Litigation PR sind. Wer bundesweit eine Vielzahl gleichgelagerter Verfahren führt, wird nahezu zwangsläufig – bei entsprechender „strategischer Herangehensweise“ – auch Entscheidungen erhalten, die die eigene Rechtsauffassung stützen. Sei die Vorgehensweise noch so fragwürdig. Hier kann man erfahrungsgemäß dann aber so einiges „entgegenhalten“, im Falle hinreichender Themenkunde.

Unsere Empfehlung

  1. Leisten Sie keine vorschnellen Zahlungen.
  2. Vermeiden Sie telefonische Diskussionen mit dem Anbieter.
  3. Ignorieren Sie die Sache im Regelfall aber auch nicht einfach. Das machen sich entsprechende Anbieter dann ggf. zu Ihrem Nachteil zunutze.
  4. Lassen Sie die Forderung möglichst frühzeitig themenkundig prüfen.

Wir unterstützen Sie

Haben Sie eine Rechnung für einen Branchenbucheintrag, eine SEO-Dienstleistung oder eine vergleichbare Online-Marketing-Leistung erhalten? Wir prüfen Ihren Fall und zeigen Ihnen auf, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen. Ziel ist es, unberechtigte Forderungen konsequent abzuwehren.

Schreiben Sie uns bei Interesse einfach eine unverbindliche E-Mail an:

mail@nova-recht.de

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